Am Freitag, den 26. Januar 2024, verstarb unsere langjährige Freundin und treue Unterstützerin Ruth Schlette in Bonn. Bis zu ihrem Lebensende wollte sie mit uns im Kontakt stehen, solidarisch sein und die Welt begreifen.
Sie repräsentiert eine Generation (geb.1933 im Allgäu) , die als Kinder die Grauen des Krieges erlebten, in der Studierendenbewegung sich maßgeblich politisierten und Zeit ihres Lebens an den Grundfesten ihrer Gesellschaftskritik festhielten. Den Grundstein dafür hat vermutlich auch ihre Bildung in einem Internat der Benediktinerinnen gelegt, denn sie hat offensiv ihre links-christlich theologische Verankerung vertreten. Dies war unsere Verbindung zu ihr, zu ihrem Engagement und ihrer Unterstützung der Chile-Solidaritätsarbeit in den 1980er Jahren, aber auch befreiungstheologisch inspirierter Hochschulpolitik in der Studierendengemeinde in Münster. Nachruf auf Ruth Schlette weiterlesen
Vortrag am Freitag, 19. Januar 2024, 18.30 Uhr
Ein deutscher Kriegsminister posaunt es vollmundig in die Welt, dass Deutschland endlich wieder werden muss, was es immer schon sein wollte und doch nie richtig beherrschte: kriegstüchtig werden. Zynismus und Dummheit lassen vergessen, was Krieg ist und war und bleibt. 

Im Oktober ist unser neuer Rundbrief erschienen, den Sie hier kostenlos bestellen können, um ihn an Interessierte weiterzugeben oder in Gemeinden oder Bildungseinrichtungen auszulegen. Inhaltlich geht es um eine befreiungstheologische Interpretation der franziskanischen Bewegung, die Krise des Feminismus, die Verschärfungen in der Migrationspolitik und die frühe Rezeption der Befreiungstheologie in der Bundesrepublik.
Am 11. September 1973 putschte das Militär in Chile gegen die drei Jahre zuvor demokratisch gewählte Regierung der Unidad Popular (UP), einem Bündnis linker Parteien unter Führung des Sozialisten Salvador Allende – ein Ereignis, das Wunden schlug, die bis heute nicht verheilt sind. Mit der Plakatausstellung „Plakate gegen das Vergessen. Diktatur und Widerstand – Solidarität mit Chile 1973 – 1990“ möchten wir an dieses Ereignis erinnern, das vor 50 Jahren die ganze Welt erschütterte.
„Es gibt nur eine Zeitenwende und das ist die Geburt des Messias. Wer das nicht begriffen hat, hat von der Weltgeschichte gar nichts begriffen!“