Vortragsreise mit dem muslimischen Befreiungstheologen Gharbi

Kacem Gharbi in Rom
Kacem Gharbi in Rom 2015

Vortragsreise mit dem muslimischen Befreiungstheologen Kacem Gharbi (Tunis)

Auf unsere Einladung hin wird unser Freund Kacem Gharbi, der einer der profiliertesten muslimischen Befreiungstheologen Tunesiens ist, während zwei Wochen verschiedene Veranstaltungen in Deutschland und der Schweiz machen. Die Workshops und Vorträge sind eine inhaltliche Einführung in befreiende Traditionen des Islam, den Zusammenhang von Gesellschaftsanalyse und muslimischer Befreiungstheologie, sie sollen auch den Begriff des Politischen im Islam zwischen antikolonialer Emanzipation und islamistischem Fundamentalismus entfalten. Es wird Veranstaltungen auf dem Katholikentag plus in Leipzig, in Luzern, Freiburg, Berlin, Münster und Aachen geben.

Terminübersicht der Vortragsreise vom 27. Mai bis 06. Juni 2016:

27.05.2016: Podiumsdiskussion: Die unerledigte Revolution.Wann sind friedliche Revolutionen möglich und erfolgreich? Mit Kacem Gharbi , islamischer Befreiungstheologe, Tunis, Ralf Haska, Pastor der deutsch-evangelischen Gemeinde Kiew während des Maidan, Ruth Misselwitz , Kuratoriumsmitglied der Stiftung Friedliche Revolution, Pfarrerin Berlin-Pankow. 15:30-17:00 Uhr, Katholikentag plus, in der „Alten Börse“, Naschmarkt 2, Leipzig.

29.05.2016: Abendvortrag: Der politische Islam zwischen antikolonialer Emanzipation und IS-Terror. Politisch-theologische Perspektiven des muslimischen Befreiungstheologen Kacem Gharbi (Tunis), 18:00 Uhr, Romerohaus, Kreuzbuchstrasse 44,  6006 Luzern (CH).

30.05.2016: Abendvortrag: Die post-kapitalistische Theologie im Islam. Eine Einführung in die muslimische Befreiungstheologie mit Kacem Gharbi (Tunis), 20:00 Uhr, Kath-Theol. Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg.

01.06.2016: Abendvortrag: Die Rolle des politischen Islam im Arabischen Frühling. Befreiungstheologische Perspektiven auf emanzipatorische Veränderung mit Kacem Gharbi (Tunis), 18:00 Uhr, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin.

02.06.2016: Abendvortrag: Der politische Islam zwischen antikolonialer Emanzipation und IS-Terror. Politisch-theologische Perspektiven des muslimischen Befreiungstheologen Kacem Gharbi (Tunis), 19:00-21:00 Uhr, Schloss, Raum S2, Münster.

03.06.2016: Studientag: Die muslimische Befreiungstheologie. Ihre Traditionen und hermeneutischen Ansätze der Gesellschaftsanalyse. Mit dem muslimischen Befreiungstheologen Kacem Gharbi (Tunis), aus der Reihe „Theologie in Bewegung denken“, 15:00 – 21:00 Uhr. ITP, Friedrich-Ebert-Str. 7, 48153 Münster. Anmeldung: geitzhaus[at]itpol.de

06.06.2016: Abendvortrag: Der politische Islam zwischen antikolonialer Emanzipation und IS-Terror. Politisch-theologische Perspektiven des muslimischen Befreiungstheologen Kacem Gharbi (Tunis), 19:00-21:00 Uhr, Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, Leonhardstr. 18-20,
Aachen. Anmeldung: anne.schoepgens[at]bistum-aachen.de

Christ_innen, beteiligen wir uns gemeinsam an „Ende Gelände“!

Der Geist von Pfingsten stiftet uns zum Protest in der Braunkohlegrube an.

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Vom 13. bis 16. Mai 2016 ruft ein breites Klimabündnis zu Protesten im Braunkohlerevier in der Lausitz auf. Anlass für die Protesttage ist auch der Verkauf der Kohleförderung in der Lau­sitz durch den Eigentümer Vattenfall. Dieser will sich vom deutschen Braunkohlegeschäft trennen. Doch statt einen Schlussstrich unter die Kohleförderung zu ziehen, hat Vattenfall nach pro­fita­blen Investor_innen gesucht, die diese klimazerstörende Energieproduktion um Jahrzehnte weiter­führen sollen. Die Proteste werden also auch ein Investitionsrisiko sein: Wer den Standort von Vat­ten­fall kauft, bekommt den Protest inklusive.

Lasst uns uns als Christ_innen an den Protesten beteiligen, um ein deutliches Zeichen gegen den Ausverkauf des Klimas zu setzen und zu sagen: „Ende Gelände“ für den Kohleabbau! Weiterlesen

Rückblick: Vortrag von Jürgen Ebach und ITP-Vereinsversammlung

ebachAm 23. April 2016 fand im Rahmen der ITP-Mitgliederversammlung ein Vortrag von Prof. em. Dr. Jürgen Ebach (Bochum) am Fachbereich der katholischen Theologie in Münster statt. Der Titel lautete: Biblische Perspektiven auf Flüchtlinge und Fremde. Der Vortrag entfaltete die zentralen Stellen von Migration in den biblischen Erzählungen und ordnete sie kontextuell ein. Jürgen Ebach konnte auf spannende Weise deutlich machen, dass im Zentrum der biblischen Auseinandersetzung mit Flucht und Migration immer die Erinnerung an die eigene Flucht- und Befreiungsgeschichte des Volkes Israel aus dem Sklavenhaus in Ägypten steht. Er unterstrich, dass die Fluchtgründe auch zu biblischen Zeiten sehr unterschiedlich waren und dass die Identität des Alten Israels auf der Migrationsgeschichte der “Entronnenen” basiert.
Auch wenn die biblische Lebenswelt und unsere aktuelle Wirklichkeit sehr unterschiedlich sind, so haben die Zeugnisse der Bibel in der gegenwärtigen politischen Situation doch etwas zu sagen, um den status quo von Abschottung, Ausgrenzung und Abschiebung anzuzweifeln.
Der Vortrag wurde im Anschluss auf politische Handlungsmöglichkeiten und die Erfahrungen des Instituts für Theologie und Politik hin von Benedikt Kern kommentiert und es folgte eine Plenumsdiskussion.Wenn Sie gerne das Skript des Vortrags von Jürgen Ebach, sowie die Replik von Benedikt Kern darauf gerne als PDF zugeschickt bekommen möchten, können sie sich wenden an: kern[at]itpol.de

9. Befreiungstheologische Sommerschule im September

Hurra diese Welt geht unter“ – Über Apokalypsen, Utopien und wie es mit uns weiter geht
Befreiungstheologische Sommerschule vom 06. – 11. September 2016 in Rheinböllen (Hunsrück)

Ständig wird von Katastrophen gesprochen: das Klima kippt, Hunger wächst, Kriege brechen aus und Millionen Menschen sind auf der Flucht. Und trotzdem ist der Untergang dieser Welt ein Grund zum Jubeln, so beschreibt es die Band K.I.Z., von der wir uns den Titel der Sommerschule geliehen haben. Ihr Liedtext rennt mit Utopie gegen die Hoffnungslosigkeit an. Die Zerstörung macht einen Neuanfang möglich.

Auch die Apokalypse ist nicht einfach die Offenbarung des Untergangs, sondern viel mehr die Ankündigung einer neuen Welt. Weiterlesen

NEU! Buchveröffentlichung von Kuno Füssel und Ute Josten

“Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit” (Mt 6,33)
Festschrift für Pastor Günter Schmidt zum 80. Geburtstag

titel_fsHerausgegeben von Kuno Füssel und Ute Josten
Edition-ITP-Kompass Bd. 19
Münster 2016
296 Seiten
Preis: 14,80 €

Mit Beiträgen von Heiner Bucher, Herbert Böttcher, Urs Eigenmann, Kuno Füssel, Jürgen Kroth, Norbert Mette, Michael Ramminger, Günter Salz und vielen mehr.

Das Buch kann ab sofort im Buchhandel oder direkt bei uns bestellt werden.

 

Kuno Füssel schreibt über dieses Buch:

“Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit” (Mt 6,33): der Titel dieser Festschrift für Pastor Günter Schmidt beinhaltet eine Menge thematischer Bezugspunkte: Option für die Armen, Zeichen der Zeit, diakonischer Pastoral und Gemeindeentwicklung, Leitbilder für eine Gemeinde der Zukunft und immer wieder in den verschiedensten Variationen die Einheit von Nächstenliebe und Gottesliebe. Weiterlesen

Norbert Arntz: Der Katakombenpakt – Jetzt auch im ITP erhältlich!

cover-topos-9783836710374Der Katakombenpakt

Für eine dienende und arme Kirche

Norbert Arntz
Topos Taschenbuch 1037
ca. 224 Seiten, kartoniert, 18 cm
1. Auflage September 2015
Topos plus Verlagsgemeinschaft, Kevelaer
ISBN / Code: 978-3-8367-1037-4
Preis: 12,95 €

 

Zum Inhalt:
Vierzig Bischöfe aus aller Welt versammelten sich gegen Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils in der römischen Domitilla-Katakombe, um einen Pakt zu schließen: Sie verpflichteten sich selbst zu einem einfachen Lebensstil, zum Verzicht auf alle Privilegien und dazu, dass die Armen im Mittelpunkt ihrer pastoralen Sorge stehen würden. Weiterlesen

Jürgen Ebach: Biblische Perspektiven auf Flüchtlinge und Fremde

ebachEin Vortrag von Prof. em. Dr. Jürgen Ebach (Bochum)
Samstag, 23. April 2016, 10:00 Uhr
KTh I, Johannisstr. 8-10, 48143 Münster
(anschließend laden wir zur Vereinsversammlung des Fördervereins des ITP ein).

Bereits im Alten Israel war das Phänomen der Migration allgegenwärtig. Dementsprechend nehmen viele biblische Texte sehr konkret Bezug auf den Umgang mit Fremden und den Schutz für Geflüchtete. Weiterlesen

Eine Kirche der Armen geht nur politisch

Das Pontifikat von Franziskus hat die Vision einer armen Kirche für die Armen wieder populär gemacht; nicht nur innerhalb von Kirche, sondern auch weit darüber hinaus. Dass mit dem Begriff der Kirche der Armen mehr verbunden ist, als nur die Absage an große Autos und (Bischofs-)Paläste, zeigt Franziskus selbst deutlich. Angesichts der brutalen Migrationspolitik bedeutet (nicht nur) für Franzsikus so eine Kirche, eine “ohne Grenzen”. Es ist eine prophetische Kirche, die den deutlichen Einspruch gegen diese Verhältnisse wagt. Damit rückt Franziskus’ Vision einer armen Kirche für die Armen gefährlich nah an die Ideen der Befreiungstheologie. Gefährlich deshalb, weil so eine Kirche immer eine des Widerspruchs ist und herrschende Machtverhältnisse radikal in Frage stellt.

Der vorliegende Text, der während der Arbeit am Erinnerungsprojekt Zeichen der Zeit entstanden ist, setzt sich mit der politischen Dimension einer “Kirche der Armen” auseinander. In den nächsten Wochen werden wir auf www.itpol.de einige Beiträge unseres Werkbuchs “Anders Mensch sein in einer anderen Kirche…”. Dokumentation und Weiterführung der Konziliaren Versammlung Frankfurt 2012, Münster 2014 zur weiteren Diskussion veröffentlichen. Die Beiträge können auch als pdf in unserem Digitalladen kostenlos runtergeladen werden. Weiterlesen

#marchofhope: Live Ticker zu Idomeni

In der kleinen griechischen Stadt Idomeni an der Grenze zu Mazedonien stranden seit einigen Monaten Tausende Menschen, die sich auf den Weg nach Deutschland, Schweden oder in andere EU-Länder gemacht haben. Die mazedonische Regierung beschloss vor Kurzem nur noch sehr wenige Menschen die Grenze passieren zu lassen. Seitdem spitzt sich die Lage in Idomeni immer weiter zu und viele Reporter_innen sprechen von einer beginnenden humanitären Katastrophe mitten in Europa. Am 3. Februar 2016 entschieden sich Tausende Migrant_innen trotzdem die Grenze zu überwinden und ihren Weg – trotz aller Gefahren – weiterzuführen. Die Initiative Moving Europe hat einen Blog eingerichtet, der von Idomeni aus regelmäßig über den sogenannten #marchofhope berichtet.