Unter Einsatz massiver Polizeigewalt ist in den letzten Wochen das von Aktivist:innen besetzte Dorf Lützerath am Rande des rheinischen Tagebaus Garzweiler zunächst geräumt und dann zerstört worden, um auf Geheiß der Schwarz-Grünen NRW-Landesregierung in den nächsten Jahren dort Braunkohle zu fördern und klimaschädlich zu verfeuern.
Mit der ökumenischen Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ haben wir die Räumung hautnah miterlebt.

Es ist erschütternd, wie im Übergang vom fossilen zum nicht weniger gewaltförmigen grünen Kapitalismus die Zerstörung vorangetrieben wird, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und damit Profitinteressen autoritär durchzusetzen. Tausende Menschen haben sich dem entgegengestellt und mit ihren vielfältigen Protestformen gezeigt, dass eine andere Welt nötig und möglich ist. Denn selbst wenn Lützerath nun dem Erdboden gleichgemacht ist, bleibt doch diese Erfahrung gemeinsam erlebter Solidarität – trotz allem Scheitern. Deshalb ist es nun wichtig, der Repression zu widerstehen und die von ihr betroffenen Menschen zu unterstützen.

Die Klimakatastrophe, der Abschied von der Vorstellung einer Welt ohne Kriege und jetzt schon Hunderte von kriegerischen Konflikten um Rohstoffe – von Öl über seltene Erden bis hin zu Wasser – verdunkeln die Zukunft. Das «Weiter-So» wird nicht wirklich in Frage gestellt wird. Können uns Überlegungen des jüdischen Philosophen Walter Benjamins (1892-1940) eine Antwort auf die zwanghaften und scheinbar aussichtslosen und in die Katastrophe laufenden kapitalistischen Prinzipien bereithalten?
Im Mandelbaum-Verlag ist nun das von Martin Birkner herausgegebene Buch
In unserem Rundbrief Nr. 57 (Oktober 2022) geht es um folgende befreiungstheologischen Themen:
Ihre Entschiedenheit weist zurück in den Estadillo Social, den Beginn des Aufstandes vor nun fast drei Jahren, der den verfassungsgebenden Prozess erst möglich gemacht hat.
Am 04.09.2022 wurde in Chile per Referendum über eine neue Verfassung abgestimmt, eine Frucht der Proteste von 2019. Die Verfassung ist aufgrund ihrer Ablehnung durch die Mehrheit im Referendum leider gescheitert – es handelt sich um eine politische Zäsur und eine bedeutende Niederlage für die chilenische Linke. Eine ITP-Delegation ist derzeit in Chile, um die politische Aufarbeitung der Niederlage mit unseren chilenischen FreundInnen und langjährigen KooperationspartnerInnen zu begleiten. Erste Eindrücke der ITP Delegation zur Situation in Chile nach dem Scheitern des Referendums finden sich auf unserer
Die Abstimmung in Chile über eine neue Verfassung ist vorbei. Sie wurde abgelehnt. Das „Rechazo“ (Zurückweisung) gewann mit ca. 60% bei einer Wahlbeteiligung von ca. 85% Prozent.
Dieser Sonntag, der 4. September, markiert das Ende eines wichtigen Zyklus in der Geschichte Chiles, insbesondere für die vom Neoliberalismus unterdrückten Volksgruppen, die unsere Ängste gebrochen haben und am 18. Oktober 2019 auf die Straße gegangen sind, um tiefgreifende Veränderungen in den Bereichen der sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte zu fordern.
Die Zahl der Abschiebungen ist hoch – auch wenn es in den letzten Monaten eine enorme Aufnahmebereitschaft für Geflüchtete aus der Ukraine gab. Aus diesem Grund sind Kirchenasyle zum Schutz von Menschen, die von einer Abschiebung bedroht sind, wichtig. Worin liegen hierbei derzeit die Herausforderungen und was bedeutet das konkret für Kirchengemeinden und unsere