Die Corona-Pandemie in diesem Jahr wirbelt alles durcheinander: auch Weihnachten. Schon seit Monaten beschäftigen sich Presse und Politik damit, wie wir nun Weihnachten feiern sollen und dürfen. Mit unseren Vorschlägen wollen wir vom Institut für Theologie und Politik (ITP) und dem Arbeitskreis Pastoral am ITP dazu einen anderen Akzent setzen und fragen, wie wir denn eigentlich Weihnachten feiern wollen: als ChristInnen, die sich der Tradition einer Kirche der Armen, einer Basiskirche von unten verpflichtet wissen, in diesem Corona-Jahr und generell. Diese Frage beschäftigt uns auch deshalb, weil es uns notwendig erscheint, in Gemeinschaften und Gruppen zusammenzukommen, sich zu bestärken in unserer Hoffnung auf einen möglichen Neubeginn, auf das Kommen einer anderen befreienden Zukunft. Ein Weiter-So kann es angesichts der Verwüstung unserer Welt, angesichts der sozialen und ökologischen Katastrophen die wir erleben, nicht geben.
Weihnachten ist ein Gegenentwurf zum Bestehenden, denn an Weihnachten wird im Kind in der Krippe die „Macht von unten“ deutlich, die wirklich befreiend wirkt und das Bestehende fundamental infrage stellt.
Das wollen wir feiern und das können wir, auch jenseits von liturgischem Pomp, klerikalen VorsteherInnen und großen Kirchengebäuden. In kleinen Gruppen, ohne „Liturgie-Profis“ zu sein, mit den Menschen, mit denen wir unsere Sorge um die Zukunft dieser Welt und unsere Arbeit am Reich Gottes teilen. Corona nötigt uns, andere Formen des ChristIn-Seins anzunehmen. In der Krise müssen wir deshalb neue Formen des Zusammenlebens finden und können so vielleicht den engen Rahmen des Familienfestes aufsprengen mit einer Feier des erhofften guten Lebens für alle!
Wir stellen hier zwei Vorschläge für Gottesdienste mit kleinen Gruppen zu Weihnachten zum Download zur Verfügung. Ein Gottesdienst steht unter dem Thema „Ich sah die Erde an und siehe, sie war Tohuwabohu.“ (Jer. 4,23) und ein weiterer unter: „Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht“ (Jes 9,1)
Ich sah die Erde an und siehe_Gottesdienst zu Weihnachten 2020
Das Volk sah ein helles Licht Gottesdienst zu Weihnachten 2020
Bis 31.01.2021 läuft unsere Rabattaktion. Wenn Sie eine Neuerscheinung zum regulären Preis bestellen, können Sie weitere ältere Veröffentlichungen zum Rabattpreis von 5,00 € und 7,00 € bei uns bestellen unter:
Dieser Text ist das vorläufige Ergebnis eines längerfristigen, gemeinschaftlichen Reflexionsprozesses, der uns als Arbeitskreis Pastoral am ITP in Münster seit Beginn der „Corona-Krise“ beschäftigt hat. Wir haben versucht, die Entwicklungen, die mit dieser Pandemie sowohl kirchlich als auch gesellschaftlich einhergehen, kritisch in den Blick zu nehmen und daraus Handlungsimpulse für unsere Praxis in Kirchengemeinden, Verbänden und anderen Kontexten abzuleiten. Entstanden ist eine Art Grundsatzpapier, in dem wir viele der Perspektiven, die wir uns in den letzten Jahren als AK erarbeitet haben, im Brennglas der Corona-Krise bündeln konnten. Wir freuen uns, wenn es gelesen wird und zu einer Praxis beiträgt, die sich am Reich Gottes ausrichtet – gerade jetzt in Krisenzeiten!
Der AK ReligionslehrerInnen am ITP lädt unter dem Titel „Künstliche Intelligenz oder kritische Vernunft. Wie Denken und Lernen durch die Digitalisierung grundlegend verändert werden“ am Dienstag, den 24. November um 19 Uhr ein zu einer Online-Diskussionsveranstaltung.
Die hier von Bernd Ruhe und Isabelle Müller-Stewens vorgelegten und in Buchform veröffentlichten biblischen Gedanken zu den Sonntagslesungen und anderen kirchlichen Feiertagen (Lesejahr A) vom 1. Fastensonntag bis zum Fest unseres Kirchenpatrons Johannes der Täufer entstanden weitgehend in der Zeit des Lockdown während der Coronakrise, von der wir heute noch nicht wissen, wann und wie sie endet.