Zwischen Staub und Spektakel
Evaristo Villar
Der Aschermittwoch kehrt jedes Jahr mit einer einfachen, seit Jahrhunderten wiederholten Geste in den Kalender zurück: einem Aschekreuz auf der Stirn und einem Satz, der an die Sterblichkeit erinnert: „Du bist Staub und wirst zu Staub werden”. Traditionell fungiert er als Auftakt zur Fastenzeit, einer Zeit der Vorbereitung, Zurückhaltung und persönlichen Besinnung vor Ostern. Allerdings findet er nicht mehr in einer homogen gläubigen Gesellschaft oder einem gemeinsamen kulturellen Rahmen statt. Heute ist er weniger ein liturgischer Termin als vielmehr ein soziales Phänomen, bei dem tiefe Spannungen über den Sinn, die Identität und den Platz des Religiösen im öffentlichen Raum zutage treten. ASCHERMITTWOCH weiterlesen


Anfang April 2025 ist unser Rundbrief Nr. 62 mit folgenden Themen erschienen: