Wir Reichen, die Armen: Die Befreiungstheologie und ihr Echo in der BRD

Michael Ramminger

Seit Medellín ist auch hierzulande viel über Befreiung geredet worden. Allerdings vor allem über die der anderen. Die Anstöße, die die lateinamerikanischen Basisgemeinden und TheologInnen den ChristInnen in der Bundesrepublik gaben, hatten sehr unterschiedliche Folgen und reichten von materialistischer Bibelinterpretation bis zur Konsumkritik. Weiterlesen

Theologie, kulturelle Identität und Befreiung II

Von Paulo Suess

Wir leben heute in einer Spannung von Globalisierung und Regionalisierung. Die Globalisierung von Markt, technischem Wissen und Kommunikation, die politisch außer Kontrolle geraten ist, kooptiert die Regionen in erheblichem Maße; aber die ethnischen, sozialen und geografischen „Regionen“ werden ihre Bedeutung nicht verlieren. Sie widerstehen im Gegenteil immer wieder der Globalisierung. Weiterlesen

Kritik der utopischen Vernunft

Interview mit Franz Hinkelammert

Dein Buch „Kritik der utopischen Vernunft“ erscheint in deutscher Sprache gerade zu einem Zeitpunkt, da Journalisten das „Ende der Utopie“ und Politiker das „Ende der Geschichte“ ausrufen. Was sagst Du zu solchen Thesen?

Die Rede vom „Ende der Utopie“ bzw. vom „Ende der Geschichte“ sind reine utopische Konstruktionen, reine Utopisten-Thesen. Weiterlesen

Der gemeinsame Aufbruch: Die Bischofskonferenz von Medellín markiert einen wichtigen Moment für die Theologie der Befreiung

Interview mit Kuno Füssel

Die Versammlung der lateinamerikanischen Bischöfe 1968 in Medellín ist ein entscheidendes Datum für die Verbreitung der Befreiungstheologie und markiert den Beginn ihrer europäischen Rezeption. Wie sich die Beziehungen zwischen lateinamerikanischer und europäischer Theologie entwickelten, darüber sprach Michael Ramminger vom Institut für Theologie und Politik mit dem Theologen Kuno Füssel, damals Assistent am Fachbereich Theologie an der Universität Münster. Weiterlesen