Zum Zusammenhang von Schuld und Freiheit aus befreiungstheologischer Perspektive
von Julia Lis
Obwohl die Rede von der Sünde heute kirchlich einen schweren Stand hat und der Missbrauch von Macht über die Seelen der Menschen in den und durch die Kirchen zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema geworden ist, ist der Begriff der Sünde aus dem allgemeinen Sprachgebrauch nicht verschwunden. So ist etwa in Zeiten der steigenden Sensibilität für Klimafragen von Klimasünden die Rede. Als Klimasünde wird falsches Verhalten in den Bereichen von Energie, Ernährung, Mobilität und Konsum bezeichnet. Diese Sünden der Einzelnen, so wird ihnen gesagt, haben unmittelbare Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Die Verhinderung oder zumindest eine Abmilderung der Klimakatastrophe wird nun auch vom Einzelnen erwartet und begegnet ihr oder ihm als Anspruch. Das kann natürlich auch ein Gefühl der Überforderung auslösen.
Gibt es dann noch Möglichkeiten der Subjektwerdung angesichts der Schuldverstrickung?
Der Artikel ist in der Zeitschrift UNA SANCTA (2024/1) erschienen und ist uns zur Verlinkung dankenswerterweise zur Verfügung gestellt worden:
„Pfefferspray statt soziale Gerechtigkeit“
In diesen Tagen ist die neue Shell-Jugendstudie herausgekommen und es ist bemerkenswert, welche Ergebnisse angezeigt werden, wenn das Stichwort „Shell Jugendstudie 24“ in eine beliebige Suchmaschine eingegeben wird. Es zeigt sich eine widersprüchliche Mannigfaltigkeit: Angst vor der Zukunft, mehrheitlich optimistisch, alarmierende Trends, noch nicht verloren, besser als ihr Ruf, Interesse an Politik … und, und, und.
Seit geraumer Zeit verändern sich die Kriege, die momentan auf dem Planeten stattfinden, massiv in ihrer Art. Oft wird in den Diskussionen über die Rechtfertigung dieses oder jenes Krieges gesprochen, die Ursachen und ob Waffenlieferungen erlaubt sein sollen und welche Seite mehr Recht auf ihrer Seite hat.
Anfang Oktober 2024 ist unser neuer Rundbrief mit folgenden Themen erschienen:
„Warum die Theologie nicht klein und hässlich zu sein braucht“. So lautet ausgehend von einem Zitat Walter Benjamins der Titel dieses Buches.
Klara und Franz von Assisi faszinieren die Menschen bis heute: In Assisi, der Stadt, mit deren Gesellschaft sie am Anfang ihres Weges brachen und der sie doch bis zu ihrem Tode verbunden blieben, reißen die Pilgerströme bis heute nicht ab. Im Mittelpunkt steht dabei Franz von Assisi als sanfter Tier- und Naturfreund, anspruchslos und arm. Für Klara ist die Nebenrolle vorgesehen: als stille Nachfolgerin oder als Geliebte.