Durch das Sterben der ZeitzeugInnen des Holocaust wächst der Druck, Erinnerungen zu bewahren. Zunehmend werden digitale Formate (KI-Videos, VR, XR) genutzt, um Berichte zugänglich zu machen. Das digitalisierte Holocaust-Gedenken ist keine gefährliche Erinnerung. Jan H. Röttgers diskutiert in diesem Beitrag (zuerst erschienen in: pax christi Korrespondenz, 2/2025), wie es um das digitale Gedenken 80 Jahre nach Kriegsende bestellt ist. Seine These ist: Digitale Formen sind keine „gefährliche Erinnerung“, sie reproduzieren vielmehr eine entmaterialisierte Erinnerung, die Gerechtigkeit und Anfragen der Opfer nicht adäquat adressiert.